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Hilfe - ein Virus !?
Oft gestellte Fragen mit  
Antworten zur Abklärung, Desinfektion und Vorbeugung  
Zuletzt bearbeitet am 26.12.2001  
  Worum geht es?   Bitte anklicken:
1) Ich erhielt eine E-Mail mit einer Virus-Warnung.
2) Ich erhielt eine E-Mail (mit Beilage), die vielleicht einen Virus enthält.
3) Kann ich beim Download einer Datei im Internet einen Virus einschleppen?
4) Wie virusgefährlich sind selbsterstellte CDs oder Disketten?
5) Mein Computer spielt verrückt. Kann ein Virus die Ursache sein?
6) Jemand behauptet, daß ich ihm eine verseuchte E-Mail zugeschickt hätte.
7) Ich möchte Vorkehrungen gegen einen Virenbefall per E-Mail-Beilage treffen.
8) Ich möchte auf meinem Computer ein Anti-Virus-Programm installieren.
9) Das bei mir installierte Antivirus-Programm meldet einen Virus.
10) Ich möchte mehr über Computerviren wissen  ( » Internet-Quellen).
 
   1 )   E-Mail mit Virus-Warnung  
a)   Es handelt sich um eine Fehlwarnung. Eine solche Meldung wird als Hoax (Ulk) bezeichnet. Die Schädlichkeit des angeblichen und meist als sehr bedrohlich beschriebenen Virus besteht in der Weitergabe. Mit der Verbreitung der Warnung werden die Empfänger belästigt, verunsichert und mit sinnloser Tätigkeit befaßt.
Um sicher zu gehen, daß es sich um eine Fehlwarnung handelt, schaut man auf dieser Hoax-Liste nach. Dann geht man vor, wie auf dieser Seite beschrieben wird.
b)   Es handelt sich um einen besonders hinterhältigen Versuch, einen Virus zu verbreiten, wenn die Umstände zutreffen, die im Fall 2: E-Mail mit verdächtiger Beilage beschrieben sind.

 
   2 )   E-Mail mit verdächtiger Beilage  
Bei weitem die meisten Viren werden per Beilage in einer E-Mail verbreitet. Das Störprogramm kann aktiv werden, wenn eine solche beigelegte ausführbare Datei (zB. per Doppelklick) geöffnet wird. Ausführbar sind Dateien mit den Endungen .vbs, .exe, .com , .bat, sowie alle Dateien, bei denen das Betriebssystem beim Anklicken das dazugehörige Anwendungsprogramm startet, zB. .doc, .xls, .ppt, .scr. Ausführbare Dateien können allerdings auch so getarnt sein, daß man sie nicht an den Endungen erkennt.
Häufig hat die Beilage einen Dateinamen, der die Neugier weckt und den Empfänger zum Öffnen verleitet (zB. Happy99.exe, PrettyPark.exe, Navidad.exe, LoveLetter.vbs, VeryFunny.vbs, Look.vbs).
Besonders hinterhältig sind E-Mails mit Beilagen, die Warnungen vor Viren oder Hilfen dagegen zu enthalten scheinen (zB. VirusAlert.vbs, VirusProtection.vbs, AntiVirusListe.txt.vbs, VirusKiller.vbs). Zusätzlich ist häufig als Absender (fälschlich) eine bekannte Firma, die Anti-Virus-Programme vertreibt, eingetragen (zB. Symantec, McAfee).
Erhöhte Vorsicht ist immer angebracht bei der Beilage einer E-Mail, deren Absender unbekannt ist.
Vorsicht verlangt aber auch eine E-Mail, die von einem Bekannten kommt. Manchmal werden ungeprüft Mails weitergeleitet, die einen Virus angehängt haben. Es gibt sogar Viren, die sich über die im Adreßbuch gespeicherten E-Mail-Adressen ohne Wissen des Inhabers selbstständig verbreiten.
Eine HTML-formatierte E-Mail (meist erkennbar an der Proportionalschrift oder Verwendung von Farbe) kann theoretisch ebenfalls schädliche "aktive Inhalte" enthalten.
  Empfehlungen :
1.) Niemals eine Beilage in einer dubiosen E-Mail anklicken, bevor die Unbedenklichkeit überprüft ist!
2.) Wenn eine unerwartete oder fragwürdige Mail mit Beilage einen Bekannten als Absender enthält, diesen vor dem Öffnen der Beilage fragen, ob die Mail wirklich von ihm geschickt wurde.
3.) Einen eigenen Ordner anlegen, die verdächtige Beilage hineinkopieren (mit der rechten Maustaste!), Anti-Virus-Programm (mit aktueller Viren-Datenbank!) aufrufen, die Datei überpüfen. VORSICHT: ein Klick auf die linke Maustaste aktiviert den eventuell enthaltenen Virus!
 
 
   3 )   Virus per Download im Internet  
  Dateien, die im Internet abgerufen werden, stellen (nach den Beilagen in E-Mails) die zweithäufigste Möglichkeit für die Verbreitung von Viren dar.
  Empfehlungen :
1.) Programme sollten nur von den Seiten vertrauenswürdiger Anbieter geladen werden, zB. von den Seiten des Erstellers oder von einem Download-Archiv, bei dem auf Virenbefall geprüft wurde. Als fragwürdig müssen private Homepages angesehen werden, vor allem solche, die bei anonymen Webspace-Providern bereitgestellt werden.
2.) Die heruntergeladenen Dateien sollen vor dem Installieren oder Öffnen mit einem Viren-Scanner geprüft werden. Komprimierte Dateien (zB. .zip) müssen dabei zuerst entpackt und dann erst mit dem Viren-Scanner überprüft werden. Entpackungsprogramme sollen so eingestellt sein, daß die Dateien nach dem Entpacken nicht gleich automatisch gestartet werden.
 
 
   4 )   Virus auf selbstersteller CD oder FD  
  Selbst erstellte CDs (Compact Disk) oder FDs (Floppy Disk, Diskette) enthalten viel öfter Viren als Original-Datenträger. Das Risiko ist besonders hoch bei Software, die häufig weitergegeben wird, zB. bei Computerspielen.
  Empfehlungen :
1.) Verwenden Sie zur Installation von Software möglichst nur Original-Datenträger.
2.) Überprüfen Sie den Datenträger vor der Software-Installation oder Übertragung von Daten mit einem Antiviren-Programm auf Viren. Wenn die Dateien im gepackten Zustand vorliegen (zB. als *.zip), sind sie zuerst zu entpacken (aber nicht zugleich auszuführen!).
3.) Prüfen Sie nach der Installation (noch vor dem ersten Aufruf des Programms!) die Festplatte mit dem Viren-Scanner.
 
 
   5 )   Der Computer spielt verrückt - ein Virus ?  
  Es kommt darauf an, was sich abspielt. Wenn bei der Bedienung eines Programms nicht die gewünschten Resultate erzielt werden, könnte eine Fehlbedienung vorliegen oder bestimmte Einstellungen falsch sein. Wenn sich ein Programm nicht weiter bedienen läßt, kann zB. eine Speicherüberlastung oder ein Programmkonflikt bestehen.
  Folgende Erscheinungen deuten auf einen Virus hin:
  Am Bildschirm verschwinden Buchstaben, tauchen merkwürdige Zeichen auf, bewegen sich Gegenstände oder erscheinen irgendwelche Meldungen. Aus dem Lautsprecher ertönen ungewöhnliche Geräusche, manchmal passend zum Bild. Die Anwendungsprogramme werden plötzlich deutlich langsamer ausgeführt. Die Dateigrößen von Programmen sind erhöht. Programme lassen sich nicht mehr aufrufen. Bestimmte Daten sind nicht mehr vorhanden. Der Computer läßt sich überhaupt nicht mehr starten.
  Wenn zB. das Schirmbild verkehrt ist oder sich die CD-Lade öffnet, muß man davon ausgehen, daß die Maschine von einem Witzbold oder Bösling über das Internet ferngesteuert wird, nachdem ein eingeschleußter Virus ("Trojaner") ihm gemeldet hat, daß man gerade online ist.
  Empfehlungen :
1.) Maschine neu starten, Anwendung wiederholen. (Devise: Ein Reboot macht's wieder gut).
2.) Informationen über andere Ursachen verwerten:  »  Ikarus
3.) Viren-Scanner installieren, aufrufen und die ganze Festplatte überprüfen lassen.
 
 
   6 )   Meine E-Mail enthielt angeblich einen Virus  
  Wenn der Empfänger meiner E-Mail einen Viren-Wächter installiert hat, der beim Öffnen (der Beilage) meiner Mail einen Virus gemeldet hat, dann sitzt der Virus auch auf meinem Computer und es ist höchste Zeit, geeignete Maßnahmen zu ergreifen!
  Empfehlung :
  Anti-Virus-Programm installieren, aufrufen und die ganze Festplatte überpüfen lassen.
 
 
   7 )   Passive Vorkehrungen gegen Virenbefall durch E-Mail-Beilagen  
  Bei weitem die meisten Viren werden per Beilagen in E-Mails übertragen.
  Wenn man dafür sorgt, daß diese Beilagen nicht automatisch geöffnet werden, und wenn man sie nicht selbst bedenkenlos öffnet, hat man schon eine weitreichende Vorsorge getroffen.
  Empfehlungen :
1.) Die Ausführbarkeit von Skript-Programmen deaktivieren:
Netscape :   Bearbeiten, Einstellungen, Erweitert, JavaScript für Mail: Haken entfernen, OK.
Microsoft Internet Explorer :   Extras, Internet-Optionen, Sicherheit, Hoch.
2.) In den Anwendungen (Word, Excel, Powerpoint) den Makro-Virenschutz aktivieren:
Extras, Optionen, Allgemein, Makovirus-Schutz anhaken, OK.
3.) Im Windows Explorer die Anzeige aller Dateitypen aktivieren, damit alle ausführbaren Dateien als solche erkennbar sind (Ansicht, Optionen, Alle Dateien anzeigen).
4.) Den "Windows Scripting Host" deinstallieren, damit VBS-Dateien nicht ausgeführt werden:
Start, Einstellungen, Systemsteuerung, Software, Windows Setup, Zubehör.  » Genauer
5.) Die Hinweise für E-Mails mit Beilagen beachten.
 
 
   8 )   Anti-Virus-Programm installieren  
Ein Viren-Scanner entdeckt Viren (beseitigt sie aber nicht unbedingt), ein Virus-Wächter gibt eine Warnung, wenn ein Virus aus dem Internet geladen oder auf die Festplatte gespeichert wird, ein vollwertiges Antivirus-Programm erfüllt alle Funktionen inklusive Beseitigung des Virus.

Ein Antivirus-Programm kann im Handel als Vollversion auf CDROM (um ca. 50 €) gekauft oder im Internet entgeltlich heruntergeladen werden, oft als "Shareware" mit 30 Tagen Probezeit. Im Internet werden aber auch vollwertige kostenlose Programme ("Freeware") angeboten.

Da laufend neue Viren erzeugt werden, ist es wichtig, das Programm regelmäßig mit den aktuellen Viren-Daten (Signaturen, Datenbanken, Dat-Files) zu versorgen; das kann durch (kostenlosen) Download im Internet erfolgen.

Einige bekannte Virenschutz-Programme sind:
  Bit Defender
Kaspersky Anti-Virus
McAfee ViruScan
Norton Anti-Virus
F-Secure
Avira Antivir
 
 
   9 )   Das Antivirus-Programm meldet einen Virus  
  Na, bitte - es hat sich ausgezahlt, einen Viren-Scanner zu installieren!
Damit konnte man sich viel Ärger ersparen.
  Maßnahmen :
1.) Sich vergewissern, ob der Virus auch gelöscht wurde:
Stehen die Einstellungen im Anti-Virus-Programm auf "Virus löschen"?
Maschine neu starten, Anti-Virus-Programm aufrufen, ganze Festplatte prüfen lassen.
2.) Herkunft des Virus herausfinden (habe ich kürzlich: eine verdächtige E-Mail-Beilage geöffnet, im Internet eine Datei heruntergeladen, eine selbsterzeugte CDROM oder Diskette benützt?).
3.) Wenn der Virus von einer E-Mail stammt: den Absender verständigen.
 
SH 001008