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PERAUGYMNASIUM VILLACH ARCHIV • SCHULHOMEPAGE 1997 - 2014
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  Direktor von 1975 bis 1996
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Das BG und BRG Villach - Peraustraße kann auf eine äußerst erfolgreiche Entwicklung gerade in den letzten Jahrzehnten zurückblicken. Die vielen Angebote, die unser Gymnasium den Schülerinnen und Schülern bietet, und das hervorragende Engagement der Kolleginnen und Kollegen, das weit über den normalen Schulbetrieb hinausgeht, finden nicht nur in Villach sondern österreichweit Beachtung und Anerkennung. Untrennbar verbunden mit dem guten Ruf des Peraugymnasiums ist in besonderem Maße eine Person - Hofrat Mag. Othmar Griesser. 21 Jahre lang hat er als Direktor für die Schule ausgezeichnete Arbeit geleistet, die bei Lehrern, Schülern und Eltern hohe Anerkennung fand.

Othmar Griesser ist am 26.11.1937 in Meiselding bei Treibach in Kärnten geboren, wo er auch die Volksschule besuchte. Im Jahre 1956 maturierte er mit Auszeichnung am Gymnasium BEA - Liebenau in Graz. Nach Ableistung des Präsenzdienstes in Tirol begann er mit dem Studium der Mathematik und Darstellenden Geometrie an der TU - Wien. Während seiner Studienzeit war er bis zur Ablegung der Lehramtsprüfung als Erzieher und Heimleiterstellvertreter in einem Lehrlingsheim tätig. In diese Zeit fällt auch die Hochzeit mit seiner Frau Margarethe. Aus dieser Verbindung gingen drei Kinder hervor.
Im Jahre 1964 kam Othmar Griesser an das Peraugymnasium, wo er Mathematik und Darstellende Geometrie unterrichtete und in der Personalvertretung tätig war. Mit 26. Jänner 1975 erfolgte die Ernennung zum Direktor dieser Schule. Othmar Griesser war damals der jüngste Gymnasialdirektor Österreichs.
In Anerkennung seiner dienstlichen Leistungen erhielt er im Jahre 1988 den Berufstitel "Hofrat", und die Stadt Villach bedankte sich für seine erfolgreiche Arbeit mit der feierlichen Verleihung des Ehrenzeichens der Stadt am 21.9.1994. Mit 31.8.1996 ist Diektor Othmar Griesser aus gesundheitlichen Gründen aus dem aktiven Dienst ausgeschieden und in den wohlverdienten Ruhestand getreten.
In seine Zeit als Schulleiter fielen bedeutende Veränderungen. Das wohl sichtbarste Ereignis seiner aktiven Dienstzeit war die Generalsanierung des Schulgebäudes und die Errichtung einer Sportanlage mit Turnhallenneubau in den Jahren 1977 bis 1985. Dabei gelang es ihm, den Unterricht trotz schwierigster Bedingungen in vollem Umfang aufrecht zu erhalten. Stets achtete er auf eine konsequente Einhaltung der Schulordnung, was von Kollegen, Schülern und Eltern letztlich als notwendiges Muss akzeptiert und respektiert wurde. Sein Engagement und sein standhaftes Auftreten gegenüber den vorgesetzten Dienststellen trugen auch wesentlich zur modernen Ausstattung der Schule bei.

Er förderte die Schulpartnerschaft mit ausländischen Schulen. So wurden enge Kontakte mit italienischen Schulen in Jesi und Pordenone und mit einer französischen Schule in Suresnes geknüpft. Partnerschaftsverträge konnten auch mit der Firma Omya und der Creditanstalt unterzeichnet werden. Beide Schritte haben für unsere Schule eine fruchtbare und erfolgreiche Entwicklung in Gang gesetzt.

Dir. Griesser stand neuen Entwicklungen immer aufgeschlossen gegenüber. Engagierte Kollegen konnten bei der Umsetzung ihrer Ideen stets mit der Unterstützung des Direktors rechnen. So führte er auch die ersten "Alternativtage" in Kärnten am Peraugymnasium ein, was zuerst von den vorgesetzten Dienststellen heftig kritisiert wurde. Heute sind "Alternativtage" am Schuljahresende fixer Bestandteil der Unterrichtspraxis an vielen Schulen Österreichs. Die letzten Höhepunkte in der Amtszeit von Dir. Griesser waren die Gestaltung der 125-Jahr-Feierlichkeiten der Schule und das Projekt "Gesunde Schule", das österreichweit Anerkennung fand.

Dir. Griesser gelang es, ein sehr offenes Vertrauensverhältnis zwischen Schule, Eltern und der Stadt Villach aufzubauen und den Grundstein für eine zukunftsorientierte und weltoffene Schule zu legen.

Lieber Othmar, wenn du in deiner letzten Konferenz zu uns gesagt hast "in eurer Runde habe ich mich wohl gefühlt", so kann ich wohl für die meisten Kolleginnen und Kollegen sagen, dass auch wir uns zu "deiner Zeit" in "deiner Schule" sehr wohl gefühlt haben. Danke für deine gewissenhafte Arbeit zum Wohle unserer Schule und der uns anvertrauten Jugend!

Mag. Kurt Koschutnig


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