Seit 30 Jahren ist die
Verursachung von Bronchialkrebs durch Zigarettenrauch epidemiologisch
eindeutig belegt und quantitativ ausgewiesen.
Auch einige andere Krebssorten sind, wenn auch in deutlich geringerem
Maße, dem Tabakrauch zuzuordnen. Während der Raucher den sogenannten
Hauptstromrauch und Nebenstromrauch inhaliert, versteht man unter
"Passivrauchen" die Exposition von Nichtrauchern gegenüber dem von
der Zigarette abgehenden Nebenstromrauch und der von Rauchern ausgeatmeten
Luft.
Über 30 epidemologische Studien aus verschiedenen Ländern zeigen
für Passivraucher statistisch signifikant mehr Lungenkrebs als für
Nichtexponierte, was durch das cancerogene Potential der Stoffe
im Nebenstromrauch zu erklären ist. Eine Dosis/ Wirkungs- Beziehung
zwischen der Exposition des Passivrauchers und Lungenkrebs läßt
sich bis in den Niederdosisbereich hinein ableiten. Unter Berücksichtigung
aller Einflußgrößen, wie Fehler durch Mißklassifikation des Rauchverhaltens
und Einfluß von Ernährung und sozialem Status, kommen die Kommission
wie auch die amerikanische Umweltbehörde (EPA) und die Weltgesundheitsorganisation
(WHO) zu dem Schluß, dass für Passivraucher ein höheres
Lungenkrebsrisiko belegt ist.
Quelle: forschung – Mitteilungen der DFG 3/98; S. 27
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Die
Schüler des fortgeschrittenen Olympiadekurses weisen mit Hilfe von
geeigneten Versuchen aromatische Verbindungen und Kohlenstoffmonoxid
im Zigarettenrauch nach.
Geräte:
Saugfinger, durchbohrter Stopfen mit gebogenem Glasrohr, Schlauchstück,
Wasserstrahlpumpe, Reagenzglä,ser, Tropfpipette, Spatel, Bunsenbrenner,
Schutzbrillen;
Chemikalien:
Wasserfreies Aluminiumchlorid (AlCl3), Toluol, Chloroform, Naphthalin,
Anthracen, filterlose Zigaretten
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Demonstration des
Aromatennachweises:
Erhitzt man in einem trockenen Reagenzglas eine Spatelspitze wasserfreies
AlCl3, so sublimiert dieses und schlägt sich an den kalten Stellen
des Reagenzglases nieder. Anschließend tropft man ein wenig Toluol,
welches zuvor mit Chloroform versetzt wurde, auf frisch sublimiertes
AlCl3. Es bildet sich ein tiefroter Farbstoff. Mit Naphthalin erhält
man einen gelboliven und mit Anthracen einen blauschwarzen.
Wurden hier gleich mehrere
Nachweise in einem Reagenzglas probiert? =) |
Der Nachweis wird deutlicher, je
mehr Zigaretten durchgesaugt werden. Bei Einwirken der Reagenzlösung
(=Chloroformlösung durch die Zigarettenrauch gesaugt wurde) auf frisch
sublimiertes AlCl3 entsteht eine hellrote bis braune Färbung. Die
braune Färbung ergibt sich dann, wenn mehrere verschiedene Aromaten
zugegen sind deren Farben sich zu braun hin addieren.
So grelle Farben wie hier
bei der Blindprobe von Michael entstehen jedoch beim Nachweis der
Aromaten im Zigarettenrauch nicht! |
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