1996
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Gymnasiasten absolvierten ,Schnupperlehre' beim Heer
Engagierter Reserveoffizier und Gymnasialprofessor organisiert eine Truppenbesuch-Projektwoche; alle Schüler müde, aber begeistert.
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Am 24. Juni rückten 19 Gymnasialschüler des Peraugymnasiums in Villach in die Lutschounigkaserne ein.
Zehn Burschen, neun Mädchen; alle
17 Jahre jung. Nach der Einkleidung
und der Kasernenbesichtigung begab sich die Gruppe unter dem Kommando von Major Herbert Truntschnig zum Truppenübungsgelände
Marwiesen, Nähe Feistritz/Drau.
Dort wurden die Schüler und Schülerinnen zum Teil in Zelten, nach den anhaltenden Regenfällen in kleinen
Containerhäusern untergebracht.
Die "Projektwoche-Truppenbesuch" ist eine Initiative des Prof. Dietmar Hardt-Stremayr. Selber ist
Hardt-Stremayr Hauptmann der
Reserve und vom Bundesheer sichtlich begeistert. "Dabei möchte ich mit dem Angebot des Truppenbesuches nur informieren und keinem zu seinem Glück
zwingen", betont der Reserveoffizier. Und
gezwungen
wirken die Teenies in Bundesheerkluft keineswegs, im Gegenteil:
selbst beim
Verarzten der
Blasen nach
dem 25-km-Marsch wird gescherzt.
Nach seinem Eindruck vom Bundesheerbetrieb befragt, antwortet ein
Bursch: "Begonnen habe ich die Woche mit gemischten Gefühlen, jetzt
bin ich von der Sinnhaftigkeit des
Bundesheeres voll überzeugt und
möchte nach der Matura ein Jahr
freiwillig beim Heer sein." Mit dieser
Entscheidung würde er eine Reserveoffizierslaufbahn einschlagen.
Ob denn die Erfordernis von Disziplin im Truppenalltag gehindert
oder gestört habe? "Nein, als wir uns
in den Rhythmus hineinfanden, war
das Regeln-einhalten-Müssen eher
eine Hilfe." Wichtige Ausbildungspunkte waren Karten- und Geländekunde, Kameraden- und Selbsthilfe
und - besonderer Höhepunkt - Mutproben wie der Seilsteg und die Gorillarutsche. Nach dem Freitag,
wenn nach einem Grillfest gemeinsam mit den eingeladenen Eltern
"abgerüstet" wird, bleiben noch Erinnerungen und Kenntnisse, sich im
Gelände zurechtzufinden, Erste Hilfe zu leisten und vor allem eine ganz
besondere Art von Gemeinschaftsgefühl.
Barbara Einhauer
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© Kleine Zeitung
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