| Bundesgymnasium und Bundesrealgymnasium Villach-Peraustraße |
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| Einleitung. | ||
| Lehrer: | Komm her, Knabe, lerne klug seyn. |
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| Schüler: | Was ist das: klug seyn? | |
| Lehrer: | Alles, was nöthig ist, recht verstehen, recht thun, recht ausreden. | |
| Schüler: | Wer wird mir das lehren? | |
| Lehrer: | Ich, mit GOTT. | |
| Schüler: | Auf was Weise? | |
| Lehrer: | Ich will dich führen durch alle Dinge: ich will dir zeigen alles; ich will dir benennen alles. | |
| Schüler: | Siehe! hie bin ich! führe mich im Namen GOTTes. | |
| Lehrer: | Vor allen Dingen must du lernen die einfachen Stimmen, aus welchen bestehet: die menschliche Rede, welche die Thiere wissen abzubilden und deine Zunge weiß nachzumachen, und deine Hand kann mahlen. Danach wollen wir gehen in die Welt, und wollen beschauen alle Dinge. | |
| Die Schul. | |
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Die Schul ist eine Werckstatt, in welcher die jungen Gemüther zur Tugend angewehnet werden; sie wird abgetheilt in Classen.
Der Schulmeister sitzt auf dem Lehrstuhl; die Schüler auf Bäncken; jener lehret, diese lernen. Etliches wird ihnen vorgeschrieben mit der Kreide an der Tafel. Etliche sitzen am Tische und schreiben: Er verbessert die Fehler. Etliche stehen und sagen her, was sie gelernet. Etliche schwätzen, und erzeigen sich muthwillig und unfleißig: die werden gezüchtiget mit dem Stecken und der Ruthe. |
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Quelle:
A. Comenius, orbis pictus. Herausgegeben von Dr. Theodor Tupetz, k.k. Landesschulinspector. Wien. F. Tempsky. 1896. Bibliothek des K.K. Obergymnasiums in Villach. Im Bestand der Schulbibliothek. |