Bundesgymnasium und Bundesrealgymnasium Villach-Peraustraße
Umweltschutz

Schüler diskutieren mit Herrn Bürgermeister Manzenreiter

Am 24. April 1995 fand im Musiksaal 1 eine Podiumsdiskussion mit Herrn Bürgermeister Manzenreiter und Vertretern des Magistrats statt. Neben dem Herrn Bürgermeister nahmen auch Frau Dr. Claudia Pacher (Büro des Bürgermeisters, Klimabündnis), Herr Ing. Armin Themessl (ARGE Erneuerbare Energie), Herr Dipl.-lng. Resch (Energiekoordination der Stadt Villach), Herr Dipl.-lng. Pischounig (Verkehrsplanung), Herr Mag. Christian Salmhofer (Österreichischer Informationsdienst für Entwicklungspolitik - Klimabündniskoordination), Birgit Höbel (7.B), Andreas Struggl (7.C) und Michael Stürzer (8.B) teil. Der Organisator dieser Veranstaltung, Emanuel Pirker (8.B) übernahm die Moderation und Leitung der Diskussion. Das Publikum bildeten die Klassen l.A, 7.B, 7.C und 8.B. Für die Schüler war dies eine Gelegenheit, aus erster Hand aktuelle Informationen zur Umweltpolitik der Stadt Villach zu bekommen. Schließlich ist es die Zukunft der Schüler, über die jetzt entschieden wird.

Angesprochen wurden brisante Themen wie die zukünftige Energieversorgung - das Gespann Biomasse / Sonne oder Erdgas? Der Herr Bürgermeister meint, daß das Erdgas Villach eine deutlich bessere Luftqualität beschert hat (im Vergleich zum Beginn der 80er Jahre), während man für Biomasse / Sonnenenergie noch Überzeugungsarbeit zu leisten hat. Es wäre, so der Herr Bürgermeister, sinnlos, gegen den Willen der Bürger solche Maßnahmen durchzusetzen zu versuchen. Herr Ing. Themessl berichtete über die Wirtschaftlichkeit von Sonnenkollektoranlagen.

Weiters versicherte der Herr Bürgermeister, die Stadtpolitik werde das Kermer-Sammer "Gesamtverkehrskonzept Villachs" verwirklichen - damit sei auch der Plan vom Bau der umstrittenen Südosttangente vom Tisch. Auch ist dem Herrn Bürgermeister die schlechte Situation des öffentlichen Verkehrs bewußt, man arbeite daran: bald werde es auch beim Umsteigen von einer Linie auf die andere nur mehr einen Fahrschein geben, auch eine Gesamtverbesserung der Situation sei nur mehr eine Frage der Zeit und des Geldes. Die Nachttaxis seien bereits der erste Schritt zur Verbesserung der Verkehrssituation.

Villachs Trinkwasser ist sicher! Mit dieser Nachricht beruhigte der Herr Bürgermeister viele besorgte Schüler. Schneekanonen an sich wären kein Problem, aber der dadurch ausgelöste Teufelskreis von Kapazitätssteigerung und mehr Schifahrern und erneuter Kapazitätssteigerung usw. (Naßfeld!) würden den Dobratsch, der ca. 80% des Villacher Trinkwassers liefert, in arge Probleme bringen (und damit auch die Bürger). Daher sei maximal ein Sessellift geplant, aber nicht mehr.

Auch der Bereich Müll wurde angesprochen: Der Herr Bürgermeister berichtete von Problemen bei der Aufstellung zusätzlicher Mülltonnen, welche kein Bürger (verständlicherweise) vor seiner Haustüre haben möchte. Trotzdem sei es wichtig, daß auch zur Müllvermeidung Maßnahmen ergriffen werden. Hier waren sich alle Diskussionsteilnehmer einig, daß auch die Bundesregierung hier gefordert sei. Eine thermische Verwertung wäre jedoch ein grober Fehler: Mit dem Argument "Kann man eh verbrennen", wäre der Industrie Tür und Tor geöffnet, noch mehr Müll (= Super-Glitzer-Verpackungen...) zu produzieren.

Als Organisator möchte ich an dieser Stelle nochmals allen Teilnehmern danken, und ich hoffe, daß diese Diskussion doch für viele Schüler interessant war bzw. zur Bewußtseinsbildung im Bereich Umwelt beigetragen hat.

Emanuel Pirker, 8.B


Podiumsdiskussion mit Herrn Bgm. Manzenreiter
Am Podium (v.l.n.r.): Mag. Salmhofer, Bgm. Manzenreiter, Emanuel Pirker, Andreas Struggl, Birgit Höbel, Michael Stürzer

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