Bundesgymnasium und Bundesrealgymnasium Villach-Peraustraße
3. Schüleraustausch Villach -Suresnes

Bericht über die Parisreise der Klassen 6.A und 6.D

Nach einer mindestens 50.400sekündigen, geselligen und fröhlichen Zugfahrt kamen wir munter und gut gelaunt am Gare de l'Est an. Dort erwartete uns ein von der Stadt Suresnes bereitgestellter Bus, der uns auf einer einstündigen Fahrt durch das nächtliche Paris an unsere Destination, zum Collège Emile Zola in Suresnes brachte. Wir wurden von unseren Gastfamilien auf das herzlichste begrüßt und fielen bald todmüde in unsere viel zu kleinen Betten.

Die kommenden Tage unseres Aufenthaltes waren von einer springflutartigen Welle von Eindrücken geprägt; denn wir durchstreiften die Stadt der Liebe vom (meist von Nebel und Wolken umhüllten) Tour Eiffel bis zum megacoolen Hard-Rock-Gaff Paris; vom Louvre bis zum überaus amüsanten Euro-Disneyland; vom Moulin Rouge bis zur legendären Jeanne d'Arc; von der Défense, die sich rund um den Grande Arche (dem beeindruckenden, etwa 100 m hohen Triumphbogen der Menschenrechte) erstreckt, bis zum Musée Colombophile, dem Brieftaubenmuseum am Mont Valerién de Suresnes; von Notre Dame auf der lle de la Cité bis zum Virgin Megastore auf den Champs-Elysées, der viele von uns mit seiner immens großen Auswahl und seiner riesigen Verkaufsfläche von 3.000 Quadratmetern zur Kaufwut veranlaßte); vom Arc de Triomphe bis zur Original(Mini)-Freiheitsstatue; vom Chateau de Versailles, dessen Prunk wir wegen eines Streikes leider nur von außer erahnen konnten, bis zum postmodernen Centre National d'Art Moderne et de Culture Georges Pompidou; vom Dome-Imax bis zum Musée d'Orsay (mit den berühmtesten Vertretern des Impressionismus); vom drogenverseuchten Forum des Halles bis zu Sack Coeur auf dem Montmartre.

Nach diesen oft anstrengenden Besichtigungen folgten wir u. a. der Einladung in die österreichische Botschaft, wo uns Frau Dr. Eva Nowotny (die österreichische Botschafterin) höchstpersönlich mit einer wohltuenden Erfrischung empfing und in ein interessantes Gespräch verwickelte. Dank der Unterstützung von Frau Prof. Maier-Wedenig war es uns möglich, die Botschafterin mit einigen Kärntnerliedern zu erfreuen. Auch bei einem Empfang des Bürgermeisters in Suresnes fand unsere Darbietung großen Anklang. So wurde das Singen sozusagen ein Aushängeschild unserer Schule und unseres Landes.

Außerdem lernten wir erst in Frankreich die Vorzüge unseres Schulgebäudes richtig zu schätzen, als wir es mit dem Collie Emile Zola verglichen. Solch ein häßliches Backsteingebäude - umgeben von einem hohen Stacheldrahtzaun und Mauern, mit einem zubetonierten Innenhof, in dem sich (außerhalb des Schulgebäudes!) die nioht abschließbaren Toiletten befanden, mit einem Turnsaal, der sehr an einen ehemaligen Schlachthof erinnerte - hatten wir nicht erwartet.
Da die Großstadt Paris nur wenige Kilometer von Suresnes enffernt liegt und daher die Angst vor der immer größer werdenden Kriminalität allgegenwärtig ist, sind die Eingänge der Schule fest verschlossen und jeder, der das Gebäude betritt oder verläßt, wird vom Concierge genau beobachtet. Auch ist es für die jugendlichen Bewohner von Suresnes undenkbar, nach 18.00 Uhr außer Haus zu gehen.

Dafür gab es, wie in einer Großstadt nicht anders zu erwarten, hervorragende Einkaufsmöglichkeiten; leider aber waren zu unserer großen Enttäuschung die CD's in Frankreich mindestens so teuer wie bei uns, wenn nicht sogar teurer.

Unsere Unterkunft und Verpflegung waren größtenteils sehr gut, nur in der Schulkantine suchte man vergebens nach der berühmten französischen Küche.

Abschließend sei all jenen gedankt, die uns diese unvergeßlichen Tage im wunderschönen Paris ermöglichten; unseren Eltern, unseren Gastfamilien, den Bürgermeistern der Städte Villach und Suresnes, den Direktoren der beiden Schulen und ganz besonders unseren Professoren Frau Prof. Locnikar und Herrn Prof. Mittersteiner.

Die 6.-D-Klasse

[Homepage] [Aktivitäten] Französisch Ganze Bildschirmbreite