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PERAUGYMNASIUM VILLACH ARCHIV • SCHULHOMEPAGE 1997 - 2014
   Provisional Translation


Die Projektwoche der 4.B in Kötschach-Mauthen (14.6. - 18.6.1999)

Unsere Begleitpersonen waren: Hr. Prof. Richard Kristler und Hr. Prof. Dietmar Hardt-Stremayr. Wir waren im Lamprechthof einquartiert. Pünktlich um 8.45 Uhr stiegen wir in einen Zug ein, der uns und unsere Fahrräder nach Hermagor brachte. Ab Hermagor ging es mit dem Rad weiter. Die Fahrt schien zuerst ohne große Komplikationen. Aber schon nach 15 Minuten mussten wir stehen bleiben da einer Mitschülerin von uns das Pedal ihres Fahrrades herunterfiel. Provisorisch montierte unser Professor es hinauf. Das Pedal hielt nicht lange, so mussten wir alle fünf Minuten stehen bleiben, um es zu reparieren. So zog sich die Fahrt unnütz in die Länge, aber wir hatten trotzdem einen Mordsspaß. Nach 39km Fahrt kamen wir kein bisschen erschöpft am Lamprechthof an. Nach dem Mittagessen gingen wir Tennisspielen, Schwimmen und das Ortszentrum erkunden. Am späten Abend gab es dann noch eine kleine Wasserspritzpistolenschlacht. Die Lehrer bekamen von dem allen nichts mit (zum Glück). Um 11.00 Uhr gingen wir dann alle schlafen.

2. Tag (Wandertag!)

Nach dem Frühstuck wurden wir von zwei Bussen vor dem Hotel abgeholt. Die brachten uns dann bis zur Unteren Valentinalm, von wo aus wir unsere Wanderung starteten. Wir wanderten uber den gatschigen Waldboden, über Trampelpfade und über Forstwege. Ich fand in dem schlammigen Boden sogar einen Bombenzünder aus dem 1. Weltkrieg. Der Weg führte neben vielen Gedenksteinen vorbei. Schlußendlich kamen wir am Fuße einer Schneezunge, die wir später hinauf wanderten, an. Nach einigen Stunden harten Marsch über Moränen und Karenfelder erreichten wir ein Plateau, auf dem wir rasteten und alte Stacheldrahtverhaue betrachteten. Auf der anderen Seite des Plateaus ging eine Schneezunge bis zum Wolayer See hinunter. Wir rutschten mit Plastiksackerln den Hang hinab, wanderten kurz um den Wolayer See und suchten dann Schutze vor dem Regen in einem Bergrestaurant.

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Nach einer Essenspause ging es dann wieder ab nach Hause. Patschnaß erreichten wir dann die Valentinalm, wo wir uns in der Sonne trockneten. Am späten Nachmittag erreichten wir dann wieder unser Quartier. Viele von uns gingen noch in die Stadt, um sich für die geheime Wasserschlacht zu rüsten. Am Abend ging es dann wieder rund. Zu rund! Unsere Lehrer sahen überall das Wasser und es wurden fast alle von uns entwaffnet. Enttäuscht gingen wir schlafen.

3. Tag (Kraxel/History-Tag)

Nach dem Frühstück, bewaffnet mit Lunchpaketen fuhren wir auf den Plöckenpass bis zur Österreichisch-Italienischen Grenze. Dort teilten wir uns in zwei Gruppen, die Abenteurer und die Angsthasen. Die Angsthasen durften die Maschinengewehrnase besichtigen gehen und die Abenteurer durften die Cellonschulter erklimmen. Ich selbst war bei den Abenteurern und kann nur von diesem Trip erzählen. Unter strömendem Regen und unter Einsatz unseres Lebens stiegen wir einen schlecht befestigten Pfad hinauf bis zum Eingang des Cellontunnels. Im Tunnel selbst regnete es nicht, aber die Steine waren sehr glitschig und man musste schon ein richtiger Profi sein, um die 300 Höhenmeter im Tunnel überwinden zu können. Der Tunnel diente im 1. Weltkrieg als Versorgungsstollen, und viele Männer mussten beim Bau des Tunnels ihr Leben lassen. Der Abstieg war weniger actionreich als der Aufstieg. An der Grenze angekommen brachten uns die Busse zur Hydro-Solar-Anlage, einem kleinen Schaukraftwerk. Wir machten eine kleine Führung und erfuhren, wie man in diesem Krafhverk alle Vor- und Nachteile der Natur nutzte. Außerdem sahen wir noch das höchste Windrad Europas, das auch nahe der österreichischen Grenze steht. Die restliche Zeit verbrachten wir im Schwimmbad. Am Abend beschäftigten wir uns einmal nicht mit Wasserspritzpistolen.

4. Tag (Öl- und Geschichte-Tag)

Mit dem Rad ging es nach dem Lunch zur AWP-Pumpstation. AWP steht für Austria-Wien-Pipeline, ein 460km langes Rohr, das Öl aus allen Ländern nach Wien und zu allen Österreichischen Tankstellen pumpt. Wir besichtigten dort die Schaltzentrale, das Labor, in dem das Öl für den Weitertransport präpariert wird. Außerdem durften wir eine Löschanlage in Betrieb nehmen und damit auf einen der fünf großen Tanks spritzen. Nach diesem aufschlussreichen Besuch der Pumpstation fuhren wir mit dem Fahrrad zum Kötschacher Museum, das Kriegsrelikte von 1915-1918 ausgestellt hat. Darunter auch Maschinengewehre, Uniformen, Handgranaten, Bomben, eine 3km lange Strickleiter, und zur Krönung ein nachgebauter Schützengraben mit Unterständen und Erstversorgungsstation. Danach machten wir noch einen kleinen Abstecher in die Mauthner Klamm. Eine Stück fast unberührter Natur. Wir gingen nur einen Teil des Wanderweges, und ich war sehr beeindruckt von den Hängebrücken. Das erinnerte mich irgendwie an Indiana Jones. Zum letztenmal gingen wir diesen Abend ins Dorfinnere, denn am nächsten Tag mussten wir schon abreisen.

5. Tag (Horrortrip-Tag)

Am Morgen wurde eifrig zusammengepackt. Und bald stiegen wir auf unsere Drahtesel und machten uns auf die 90km lange Heimreise. Punkt 8.00 Uhr starteten wir. Teils fuhren wir auf den wunderschön ausgebauten Radwegen, teils fuhren wir auch auf der Straße. Zu Mittag machten wir Rast am Erlebnispark Pressegger See. Wir hatten mordsmäßigen Spaß, uns in die Tiefe sausen zu lassen oder über dem Park zu schweben. Nach einer Stunde Rast machten wir uns weiter auf den Weg. Die Mitschülerin, der andauernd das Pedal herunter fiel, hatte ihr Rad inzwischen reparieren lassen, aber was wäre eine Radtour ohne Platten? So zerplatzte ihr auf den letzten paar Kilometern noch das Ventil, und wir alle wurden mit einer längeren Pause belohnt. Um 17.00 Uhr kamen wir am Villacher Hbf. an. So gingen fünf wunderschöne Tage in Kötschach- Mauthen zu Ende.

N.N.


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