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PERAUGYMNASIUM VILLACH ARCHIV • SCHULHOMEPAGE 1997 - 2014
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Projektwoche der 4.B

Die Woche begann am 14.6.99. Die Schüler der 4.B. trafen sich am Hauptbahnhof von Villach um nach Kötschach-Mauthen auf Schullandwoche zu fahren. Begleitpersonen waren die Professoren Kristler und Hardt-Streymayer. Mit dem Zug ging es nur bis Hermagor und von dort aus mit dem Rad. Bis auf Zwischenfälle, wie lockere Pedale oder "speibende" Mitschülerinnen, verlief die Fahrt ohne größere Probleme.

Am Lamprechthof in Mauthen wartete bereits das gesamte Gepäck auf die Schüler und sie bezogen sogleich Quartier. Nach einer kleinen Stärkung hatten sie den restlichen Tag, abgesehen von einer kurzen Führung durch den Ort am Abend, zur freien Verfügung. Einige gingen Tennis spielen, während andere baden gingen oder sich in ein Kaffee in Kötschach setzten. Um 22 Uhr war Bettruhe. Das hinderte einige Schüler jedoch nicht, anderen schlaflose Nächte zu bereiten. Die wenigen, die schliefen wurden mit Rasierschaum eingeschmiert.

Am nächsten Morgen wurden alle um 7 Uhr aus den Betten gerissen. Sie hatten den anstrengendsten Tag der Woche vor sich, den Anstieg von der Unteren Valentin-Alm zum Wolayer See. Kurz nachdem die erste Gruppe, welche eine halbe Stunde Vorsprung auf den Rest hatte, das kleine Törl erreicht hatte, kam plötzlich ein starker Nebel auf. Man konnte keine zehn Meter sehen. Dieser Nebel legte sich jedoch glücklicherweise bald wieder. Vom kleinen Törl hinunter zum Wolayer See erstreckte sich ein langes und steiles Schneefeld. Sofort packten alle Plastiksäcke aus und es ging los.

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Am Rückweg kam auch noch ein kleiner Regenschauer auf. Trotz dieser kleinen Wetterschwankungen war am Ende jeder froh bei dieser Wanderung dabeigewesen zu sein. Ungefähr um 17 Uhr traf die Klasse wieder beim Lamprechthof ein. Bis zum Abendessen hatten nun alle Zeit für ihre Besorgungen. Diese hatten zur Folge, dass am späten Nachmittag so manches Zimmer in Folge heftigster Wasserschlachten überschwemmt wurde. Zum Abendessen wurde dann die Abgabe sämtlicher "Waffen" bis 20 Uhr gefordert. Sie wurden auch abgegeben. Beinahe alle. Die folgende Nacht verlief aufgrund der Erschöpfung der meisten Schüler ruhiger als die erste.

Am nächsten Morgen regnete es leicht. Trotzdem kletterte ein Teil der Klasse unter der Führung von Prof. Kristler durch den Cellon-Tunnel. Der Tunnel war im ersten Weltkrieg gebaut worden. Durch diesen steilen und meist nassen Tunnel mussten die Soldaten bei Alarm in die Cellon-Schulterstellung klettern. Oben war jeder kleinste Teil von Schützengräben durchzogen und man fand noch überall Stacheldrahtreste. Die zweite Gruppe unternahm mit Prof. Hardt-Streymayr eine kleinere Wanderung zur Maschinengewehrnase. Zum Mittagessen trafen sich die beiden Gruppen in einem Gasthaus auf der italienischen Seite des Plöckenpasses. Am Rückweg blieb die Klasse noch bei der Hydro-Solaranlage stehen. Diese besichtigte sie und es wurde erklärt, wie man mit verschiedenen Methoden Strom gewinnen kann. Um 17 Uhr wurde den Schülern wieder erlaubt, den Ort ohne Aufsicht zu besichtigen. Nach einem wunderbaren Abendessen gingen alle zu Bett.

Am nächsten Morgen kamen alle völlig übernächtig zum Frühstück. Um halb neun war wieder Aufbruch. Für den 4. Tag war die Besichtigung der AWP-Pumpstation in Würmlach, einem kleinen Ort in der Nähe von Kötschach-Mauthen, ein Museum und eine kurze Wanderung in den Mauthner Klamm vorgesehen. In Würmlach wurde die Klasse durch die gesamte Station geführt, was ungefähr eineinhalb Stunden dauerte. Gegen Ende des Rundgangs wurde das Löschsystem vorgestellt und die Schüler durften eine Löschkanone betätigen. Die Führung weitaus interessanter und informativer als erwartet. Zurück in Kötschach-Mauten besuchte die Klasse ein Museum über den ersten Weltkrieg. Dort wurden sämtliche Grausamkeiten dieses Krieges gezeigt. Diese wurden jedoch von Zwischenrufen wie "Finger weg von den Maschinengewehren" unterbrochen. Nach dem Museum kehrte die Klasse im Lamprechthof ein um zu Mittag zu essen.

Nach einer Mittagspause brachen alle noch einmal auf um in die Mauthner Klamm zu wandern. Diese ist eine enge Schlucht mit steilen Felswänden auf beiden Seiten. In der Mitte dieser Schlucht fließt ein Wildbach und die einzige Möglichkeit sie zu durchqueren ist ein schmaler Pfad. Man muss auch immer wieder Hängebrücken überqueren und von Zeit zu Zeit ein wenig klettem. Danach hatten alle noch ein letztes Mal Gelegenheit sich alleine in Kötschach-Mauthen zu vergnügen. Danach war eigentlich noch ein Fußballspiel vorgesehen welches jedoch an Mutter Natur scheiterte: Das Gras war am Platz etwa einen Meter hoch. Also kehrten die Schüler wieder ins Quartier zurück. Am nächsten Morgen brach die Klasse wieder nach Villach auf. Das Gepäck fuhr wieder mit dem Zug, während sich die Schüler fast 90 km abstrampelten. Diese waren jedoch nicht so schlimm, da am Preßegger See und in der Schütt je eine größere Pause eingelegt wurde. Am Hauptbahnhof angekommen waren alle ausnahmslos der Meinung, dass die Schullandwoche ein voller Erfolg gewesen war.

Thomas Ortner, 4.B


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