PERAUGYMNASIUM VILLACH ARCHIV • SCHULHOMEPAGE 1997 - 2014
Latein - Exkursion
Latein- und Kulturexkursion der 4.F-Klasse nach Graz und Wien vom 27.4. - 30.4.1998

Mit herrlichem Reisewetter beginnt unsere viertägige Fahrt. In Graz angekommen beziehen wir die komfortable Jugendherberge in der Idlhofgasse. Dann stiefeln wir höchst begeistert (?) in die Innenstadt auf der Suche nach römischen Inschriften. Wir setzen ursprünglich wirklich keine großen Erwartungen in diese Reise, doch schon nach kurzer Zeit bemerken wir, daß die Annahme, es würde langweilig werden, absolut falsch ist. Nach einem Theaterbesuch im Next Liberty (Das Tagebuch der Anne Frank) sinken wir - nach weiteren lustigen Stunden auf unseren Zimmern - zufrieden und doch sehr erschöpft in unsere Betten.

Viel zu früh werden wir am nächsten Morgen aus dem Schlaf gerissen. Auf dem Programm steht die Anfahrt nach Wien. Endlich angekommen und glücklich darüber, Wien unsicher machen zu können, finden wir uns bald im Kunsthistorischen Museum ein und werden von einer sympathischen Führerin von einem römischen Kunstwerk zum anderen geführt. Sogar sonst recht unruhige Schüler finden diese Führung sehr interessant. Abends öffnet das Burgtheater seine Tore für eine Vorstellung des Kabarettisten Gerhard Polt. Einigen von uns gefällt die Vorstellung, manchen weniger, doch Geschmäcker sind bekanntlich verschieden.

Am folgenden Tag brechen wir schon zeitig nach Carnuntum zur Besichtigung unter professioneller Führung auf. Wir erfahren neben vielem anderen, daß diese römische Stadt in ihrer Blütezeit an die 50.000 Einwohner hatte. Der Höhepunkt an diesem Tag ist wohl der Besuch im Prater, welcher unsere Nerven und auch unsere Blasen auf eine harte Probe stellt. Dann geht's ab ins Imax-Kino. Wir sehen - vor Spannung bibbernd - den neuesten Film "Mount Everest". Die Kälte kriecht unter unsere Haut, als eine Lawine aus der Leinwand auf uns zu stürzen scheint.

Am nächsten Tag lassen wir uns alle von der beeindruckenden Sissi - Ausstellung in Schönbrunn bezaubern. Doch wieder in die Realität zurückgebracht werden wir im Jüdischen Museum, konfrontiert mit den politischen Problemen Israels. Um einen Einblick in die jüdische Kultur zu bekommen, füllen wir in Gruppen Fragebögen aus und sprechen über verschiedene Feste. Richtig spannend (und das ist nicht einmal ironisch gemeint!!!). Tja, und nach einem so anstrengenden Tag lädt uns Frau Prof. Winnicki noch auf einen original Wiener Kaffee ein, weil wir alle wie Schlafwandler aussehen. Auch die schönste Reise geht einmal zu Ende und so steigen wir alle mit traurigen Gesichtern in den Zug. Wien kann wieder aufatmen!

Unser herzlichster Dank gilt unserer Lateinprofessorin Winnicki, die es uns durch diese Exkursion ermöglicht hat, Kultur als etwas Lebendiges zu erfahren!

Julia Aichernig, Lotte Gasser, Lidia Pranic

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