PERAUGYMNASIUM VILLACH ARCHIV • SCHULHOMEPAGE 1997 - 2014
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Exkursion nach Kobarid
Aus den Aufzeichnungen von Kalt Andreas, 3.F

Bei dem Grenzübergang Thörl-Maglern reisten wir in Italien ein und fuhren bis nach Tarvis, wo der Busfahrer in Richtung Predil-Pass abbog. Die Straße war sehr kurvig.

Auf der heutig slowenischen Seite stand ein Fort, welches der Heeresführer Hermann erbauen ließ und den Franzosen mit nur ca. 200 Mann Widerstand leisten wollte.

Der nächste Ort war Bovec, welcher auch ein beliebtes Raftingzentrum ist. Von Bovec aus fuhren wir nach Kobarid um das Museum zu besichtigen. Dieses bot interessante Dinge:

Das Erste was uns gezeigt wurde, war das Relief von dem Territorium, in dem sich der Krieg abspielte. Dieser begann durch die Ermordung des österreichischen Thronfolgerpaares in Sarajevo. Einer der umstrittensten Berge war der Krn. Um ihn wurde heftig gekämpft. Doch die Italiener konnten die Schlacht für sich entscheiden. Der Anführer des italienischen Heeres war General Cadorna, der von Österreich Alfred Krauß.

Einige neue Sachen kamen im 1.Weltkrieg auf: Stahlhelme wurden erstmals eingesetzt; und auch eine neue Kriegstaktik, der Blitzkrieg.

Die Osterreicher ließen von ihren russischen Gefangenen eine Straße über den Vrsic-Pass bauen, welche für die Transporte zur Versorgung der Soldaten benötigt wurde. Zum Gedenken für die Toten wurde die Sextinische Kapelle gebaut. Cholera und Typhus waren gefürchtete Krankheiten im Krieg. Der Waffen und Munitionsverbrauch war sehr groß. Circa 5 Millionen 8 Millimeter-Patronen wurden pro Tag verfeuert.

Museum von Kobarid Geschosse aus dem 1. Weltkrieg
 
Österreich war im 1. Weltkrieg eine sehr große Monarchie, welche dem "Deutschen Bund" angehörte. Der Karst und die Karnischen Alpen waren eine natürliche Blockade. Der Mt. San Michele war ebenfalls wie der Krn ein umstrittener Berg. Die wunderschöne Stadt Görz (auf italienisch Gorizia) hatte 32.000 Einwohner. Bei der Schlacht um Görz starben ca. 100.000 Italiener und ca. 67.000 Österreicher. Auch der Mt. San Michele wurde nach langen Auseinandersetzungen von den Italienern eingenommen und die große Eisenbahnbrücke zerstört. Der Hafen von Triest war sehr begehrt. Nicht selten mussten die Soldaten eine Woche lange warte, bis der nächste Lebensmittelnachschub an der Front ankam.

Italienische Stellungen auf dem Krn Im Oberen Fort an der Flitscher Klause

Während dem Krieg starb Kaiser Franz Josef der Erste. Sein Nachfolger war Karl der Erste. Die Österreicher gewannen die Stellungen im Karst zurück. Im Berg wurde heftig gekämpft. Die beiden Mächte gruben wie Wühlmäuse im Berg herum. Die Österreicher sprengten die italienischen Gänge. Österreich und Deutschland verbündeten sich gegen Italien. Bei Bovec (Flitsch), Tolmin (Tolmein) und bei Kobarid (Karpeit) war eine Durchbruchslinie. Die Österreicher drangen bis kurz vor Triest vor.

Kobarid Italienisches Beinhaus bei Kobarid

Später gab es den Frieden von Brest-Litowsk. Frankreich und Großbritannien kamen den Italienern zu Hilfe. Von den vielen Kämpfen war das österreichische Heer sehr ermüdet. Die Italiener schlugen sie in die Flucht. Das Habsburgerreich zerbrach wegen den internen Auseinandersetzungen des Vielvölkerstaates. Immer mehr Länder machten sich selbständig und lösten sich schließlich von Österreich ab. Die Italiener nahmen ca. 300.000 Österreicher gefangen.

Nun war der langjährige Krieg vorbei. Die Chemikalien der Giftgasangriffe verseuchten die Flüsse und das Grundwasser bis viele Jahre nach dem Krieg. Bis in die Gegenwart kann man Spuren des ersten Weltkrieges sehen.


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