Startseite der Schule
PERAUGYMNASIUM VILLACH ARCHIV • SCHULHOMEPAGE 1997 - 2014
   Provisional Translation

Mauthausen - ein Alptraum

Die Schüler der 4.B und 4.D konnten sich am 1. Juli 1997 dank der Professoren Koschutnig und Schurian von der Existenz des ehemaligen Konzentrationslagers in Mauthausen überzeugen. Schon vor den Toren dieser Menschenvernichtungsstätte erfaßte uns ein bedrückendes Gefühl der Gewißheit: Hier mußten tausende von Menschen ihr Leben lassen, weil sie anders waren, denn sie entsprachen nicht den Vorstellungen des Nationalsozialistischen Regimes.

Schritt für Schritt wandelten wir auf den Spuren der Tränen und des Blutes zerstörten Lebens. Auf der Todesstiege gedachten wir der sinnlosen Arbeiten, die nur den Zweck hatten, die Menschen physisch und psychisch fertig zu machen. Mit Schrecken besichtigten wir die Fallschirmspringerwand, bei der sich die Opfer in den Tod stürzten oder gestürzt wurden.

Das Entsetzen zog uns in seinen Bann, als wir die Baracken in Augenschein nahmen, die entsetzliche Zeitzeugen darstellen und beweisen, daß hier Menschen wie Tiere gehalten wurden. Die Hügel menschlicher Asche sind inzwischen mit Gras überwuchert und die Natur versucht, die Spuren der Greueltaten zu verwischen.

Doch das Abscheulichste, welches immer in unserer Erinnerung bleiben wird, war die Gaskammer. Wir mußten fast den Atem anhalten, als Zeit und Raum verschwommen und wir SIE vor uns sahen zum Greifen nahe: Ausgezehrte, kahlgeschorene, nackte Körper, denen man erst die Würde durch Qualen an Körper, Geist und Seele nahm und letztendlich das Leben. Menschen klammerten sich aneinander Kinder krallten sich fest. Gesichter zu Masken erstarrt oder ein letztesmal aufbrüllend gegen das Unrecht. Wir schmeckten das Gas, wir spürten die Angst.

Sie sind hier allgegenwärtig ...

Miriam Auer, 4.D


[Homepage] [Aktivitäten] [Geschichte-Unterricht]