PERAUGYMNASIUM VILLACH ARCHIV • SCHULHOMEPAGE 1997 - 2014
Frankreichaufenthalt der 4.F vom 27.4. - 7.5.1998

Es war noch ziemlich früh, als ich mich am Hauptbahnhof Villach einfand. Ich ließ mich auf meine schwere Tasche nieder, um auf die anderen zu warten. Ich war wirklich ein bisschen nervös, deswegen war ich auch erleichtert als ich sah, daß das Reisefieber auch meine Kollegen gepackt hatte. Nachdem wir vollzählig waren und uns von unseren "Lateinern" verabschiedet hatten, marschierten wir zum Bahnsteig.

Wir stiegen in den Zug ein, ließen uns auf die Sitze fallen und warteten, bis er abfuhr. Unsere Heimat blieb hinter uns, vor uns lag Frankreich - es wartete auf uns. Mittlerweile war es Nacht geworden und der Bus war bereits auf dem Weg nach Suresnes. Mit Jauchzen und Singen begrüßten wir Paris. Soweit das Auge reichte waren nur noch funkelnde Lichter im Dunkel der Nacht zu sehen. Die Autos schlängelten sich durch die Straßen, vorbei an blinkenden Leuchtreklamen, riesigen Hochhäusern und beeindruckenden Denkmälern. Als dann schließlich der Eiffelturm und die Zahl 614, die die Tage bis zum Jahr 2000 anzeigt, zu sehen war, war es um uns geschehen- wir liebten Paris.

Als der Bus hielt, stiegen wir voller Erwartung aus und wurden mit einem lauten "Salut!" begrüßt. Das also waren die Familien, bei denen wir die nächsten Tage verbringen sollten. Uns wurde ein näherer Einblick in die französische Lebensart geboten. Manche würde dieser Eindruck positiv prägen, manche negativ. Doch eines würden sicher alle beibehalten: Die Franzosen sind wirklich anders als wir Österreicher.

Während unserer Tour besichtigten wir (wie könnte es anders sein!) den Eiffelturm, den L'Arc de Triomphe, die Champs Elysées, fuhren über die Seine, gingen zum Golfen, Crêpes-Essen und natürlich Einkaufen. Nicht zu vergessen ist der Besuch im Disneyland, den Louvre, gingen zum Bowling oder Schwimmen. Außerdem sahen wir uns Paristorique = die Geschichte von Paris und den Film Everest im Dôme Imax an.

Der Spaß kam nie zu kurz. So erzählten wir uns gegenseitig, was wir so alles mit unseren Franzosen durchmachten und welche französischen Spezialitäten wir runterkriegen mußten. Zwei unserer Kollegen gingen in der Défense (im Großstadtviertel) verloren und kamen somit eine Stunde zu spät. Bei den Parties tanzten wir 'mal so richtig ab, quatschten über dies und jenes (natürlich auf Französisch!!!) und sangen viele Lieder. Das taten wir auch in der österreichischen Botschaft, wo wir uns beinahe blamiert hätten. Andy, bitte fall nie mehr aus! Alles in allem war unser Aufenthalt sehr lustig, unsere Klassengemeinschaft ist auch viel enger geworden, und hoffentlich haben sich unsere Französischkenntnisse auch ein wenig verbessert.


Die 4.F möchte sich an dieser Stelle bei Frau Professor Sieglinde Locnikar und Herrn Professor Ingo Mittersteiner für all ihre Mühen bedanken. Wir hoffen, daß es auch für sie ein angenehmer Aufenthalt war und wir sie nicht zu sehr genervt haben.
Danke - merci beaucoup!

Julia Wiegele, Klassensprecher, 5.6.1998



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