Bundesgymnasium und Bundesrealgymnasium Villach-Peraustraße
Frankreichaufenthalt
der Französischgruppe der 6.A

Die Busfahrt, die am 17. Mai 1996 um Punkt 24.00 Uhr begann, war für uns mehr lustig als anstrengend. Doch der nette Buschauffeur hatte ebenso wenig Verständnis für unsere gute Laune, wie für die der vierzig HBLA-Schüler, die uns auf unserer Reise begleiteten.

Nach ca. zehnstündiger Fahrt erreichten wir Monaco. Steuerfrei und wunderschön! Eine Traumstadt für jeden Milliardär! Wir armen Schüler jedoch konnten den Stadtbummel mit Besichtigung des Casinos, des Hafens und des Fürstenpalastes nur beschränkt genießen, denn die Hitze ließ uns fast verdursten. Umgerechnet dreißig Schilling zahlte man für ein Glas Wasser, und so zogen wir es vor, die Zeit, bis wir in Cannes ankamen, mit dem Gedanken an ein kühles Getränk zu überbrücken. Dort angekommen, wurden wir von unseren Gasffamilien herzlichst empfangen.

Glücklicherweise waren wir alle im selben Wohnviertel untergebracht, was dazu beitrug, daß wir uns auch am Abend treffen konnten (natürlich nur, um Gute Nacht zu sagen). Fast jeden Vormittag besuchten wir eine Schule und nachmittags bummelten wir entweder durch das prachtvolle Cannes, das durch die Filmfestspiele von tausenden Schaulustigen überfüllt war, oder legten uns am Strand zur Ruhe. Einen Tag ging es nach Grasse, wo uns in der Parfumfabrik "Fragonard" Einblick in die Welt der Düfte gewährt wurde. Doch auch die Kunst kam nicht zu kurz, dafür sorgte das berühmte "Fondation maeght" (Museum der modernen Kunst), das "musee Matisse" in Nizza, sowie das "musee Picasso" in Antibes.

Auch eine Socca-Verkostung in Nizza stand auf dem Programm. Pech, daß gerade dieses Lokal geschlossen hatte. Die Käseverkostung wurde uns jedoch nicht genommen und so genossen wir reichlich davon, sowie Baguette und Wein (das läßt sich leider nicht trennen), mit herrlichem Ausblick über das hellerleuchtete Cannes mit seinem Palais du Festival, in dem sich die Prominenz nur so tummelte. Als später noch Hugh Grant mit seiner Freundin Liz Hurley entdeckt wurde, war die Begeisterung perfekt. Ob es nun sein treues Lächeln war, oder ihr knappes "Grünes", darüber läßt sich streiten. Eines ist uns nach dieser Woche auf jeden Fall klargeworden: es gibt nichts schöneres, als nachts am Meer zu sitzen, französische Spezialitäten zu genießen und gleichzeitig den Glamour und Glanz der Gote d'Azur zu spüren. Diese Erfahrung haben wir nicht zuletzt Professor Locnikar zu verdanken, die uns nicht ständig unter ihren Fittichen hielt, um uns diese Zeit auch auf unsere Art genießen zu lassen.

Maria Dorner, Maria Obiditsch, 6.A

[Homepage] [Aktivitäten] ZURÜCK Ganze Bildschirmbreite