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PERAUGYMNASIUM VILLACH ARCHIV • SCHULHOMEPAGE 1997 - 2014
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Das Schicksal der Helene Weiss
Roma und Sinti in Villach

Soll man sich heute noch mit den Ereignissen während der NS-Zeit auseinander setzen? Diese Frage stellten sich Schülerinnen und Schüler der 4.E-Klasse im Anschluss an einen Vortrag von zwei Zeitzeugen, Frau Taubmann und Herrn Seher. Beide haben als Angehörige der Roma-Volksgruppe den Aufenthalt in Konzentrationslagern überlebt.

Die Meinungen darüber gingen auseinander - "Man soll endlich einen Schlussstrich machen, und sich mit der Gegenwart beschäftigen" sagten die einen, "Man kann daraus etwas für die Zukunft lernen und Probleme des Zusammenlebens besser lösen", meinten die anderen. Letztendlich meldeten sich vier Schülerinnen und zwei Schüler, die sich bereit erklärten, eine Lesung für eine Gedenkfeier beim "Denkmal der Namen" von vergessenen Opfern des Nationalsozialismus vorzubereiten.

Aus einer Sammlung von Orginal-Dokumenten (u. a. Zeugenaussagen Betroffener) wurde gemeinsam mit den Lehrern Mag. Hans Haider und Mag. Eva Burian eine Textfassung erarbeitet. In dieser wird von dem Fall der Helene Weiss berichtet, einem dreizehnjährigen Roma-Mädchen, das bei Adoptiveltern aufwuchs. Im Oktober des Jahres 1941 wurde Helene ihrer Familie von einem Tag auf den anderen entrissen und von NS-Beamten in das Sammel-Lager Lackenbach im Burgenland abtransportiert. In diesem Lager verliert sich der Name Helene Weiss, man findet ihn auf keinem Grabstein, in keiner Totenliste - es ist, als hätte dieses Mädchen nie existiert.

Mag. Eva Burian

Dominik Kugi, Christian Sommeregger, Christine Terwul, Marlene Böhm, Anna Kohl und Sabine Neidhart (von links nach rechts) - alle Schülerinnen des BG und BRG Perau - während der Lesung vor dem Denkmal in der Widmanngasse, daneben die Redner im Rahmen der Fest-Veranstaltung: Univ.-Prof. Dr. Gstättner und der Obmann des Vereins Erinnern, Mag. Hans Haider.


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